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1 von 5 Menschen kann deine Website nicht so nutzen, wie du denkst

damaris · 21. Mai 2026

Kein Nischenthema

Warum digitale Barrierefreiheit kein Nischenthema ist – und warum sie uns alle betrifft

Am 21. Mai ist der internationale Global Accessibility Awareness Day – ein Tag, der uns daran erinnert, dass digitale Produkte nicht für «Durchschnittsmenschen» gemacht werden sollten, sondern für echte Menschen. Mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Situationen und Bedürfnissen.

Und genau hier beginnt eine unbequeme Wahrheit:

Jede fünfte Person in der Schweiz erlebt Barrieren

Rund 1,8 Millionen Menschen in der Schweiz leben mit einer Behinderung. Das entspricht etwa 20 % der Bevölkerung – jede fünfte Person. Gleichzeitig weisen 95,9 % aller Websites messbare Barrieren auf.

Noch wichtiger: Behinderung ist nichts, das nur «anderen» passiert.

Rund 90 % aller Behinderungen entstehen im Laufe des Lebens – durch Krankheit, Unfall oder Alter. Es kann jede und jeden treffen. Vielleicht später. Vielleicht temporär. Vielleicht morgen.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:

«Brauchen wir Barrierefreiheit?»

Sondern:

«Wen schliessen wir gerade aus – ohne es zu merken?»


Barrierefreiheit ist kein Spezialfall. Sie hilft uns allen.

Viele Menschen denken bei Barrierefreiheit an Screenreader oder Rollstuhlrampen. Doch digitale Barrieren begegnen uns oft im Alltag – auch ohne Behinderung.

Zum Beispiel:

  • Du versuchst bei starker Sonne etwas auf dem Smartphone zu lesen.
  • Du hast einen gebrochenen Arm.
  • Du bist in einer lauten Umgebung und brauchst Untertitel.
  • Du bist müde, gestresst oder überfordert.
  • Kleine Schrift oder komplizierte Navigation machen dich unsicher.

Barrierefreiheit ist deshalb kein «Extra» für wenige Menschen.

Sie verbessert digitale Erlebnisse für alle.

Untertitel. Hohe Kontraste. Grössere Schrift. Sprachsteuerung. Klare Sprache. Verständliche Formulare.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du diese Dinge selbst schon genutzt hast – vielleicht sogar heute.


Vier Geschichten aus dem echten Leben

Die folgenden Beispiele sind KI-generiert – aber inspiriert von realen Erfahrungen. Sie zeigen, wie unterschiedlich digitale Barrieren wirken können.

«Heute kann ich meine eigenen E-Mails kaum lesen»

Hans, 68 – Sehbehinderung durch Makuladegeneration

Hans war viele Jahre CEO eines Pharmaunternehmens. Verträge in mehreren Sprachen, Millionenentscheide, Verantwortung.

Heute verliert er schrittweise sein Sehvermögen.

Wenn Websites kleine Schriften, schlechte Kontraste oder unklare Navigation haben, fühlt er sich ausgeschlossen.

«Wenn Websites nicht barrierefrei sind, bin ich ausgesperrt. Das ist entwürdigend.»

In der Schweiz leben über 50’000 Menschen mit Makuladegeneration. Viele davon mitten im Leben oder beruflich aktiv.

Was hilft?

  • Hohe Kontraste
  • Vergrösserbare Schrift
  • Saubere Struktur
  • Screenreader-Kompatibilität

«Für mich sieht alles gleich aus»

Lukas, 23 – Rot-Grün-Sehschwäche

Lukas studiert Mathematik.

Problematisch wird es, wenn Dashboards oder Diagramme Informationen nur über Farben vermitteln.

Rot? Grün? Orange?

Für viele Menschen sieht das schlicht ähnlich aus.

«Ich muss andere fragen, was die Daten bedeuten. Das ist peinlich.»

Über 350’000 Menschen in der Schweiz sind farbfehlsichtig – oft, ohne dass ihr Umfeld es bemerkt.

Was hilft?

  • Farben nie allein als Informationsträger
  • Beschriftungen und Muster
  • ausreichende Kontraste
  • verständliche Visualisierungen

«Ich habe Angst, etwas falsch zu machen»

Ruth, 73 – altersbedingte Einschränkungen

Zu kleine Schrift. Zu kleine Buttons. Komplizierte Abläufe.

Viele ältere Menschen erleben digitale Unsicherheit nicht wegen mangelnder Kompetenz – sondern wegen schlechter Gestaltung.

«Dann fühle ich mich dumm – obwohl ich 50 Jahre lang gearbeitet habe.»

Rund 13 % der Schweizer Bevölkerung sind über 70 Jahre alt.

Was hilft?

  • grosse Klickflächen
  • klare Navigation
  • einfache Sprache
  • Fehlertoleranz und Orientierung

«Dann bin ich weg. Für immer.»

Nina, 31 – ADHS und digitale Überforderung

Nina führt ein Startup.

Sie liebt Tempo und Kreativität – doch digitale Interfaces voller Ablenkung, springender Elemente und Pop-ups führen dazu, dass sie Prozesse abbricht.

«Unternehmen verlieren Kunden wie mich, ohne es zu wissen.»

ADHS betrifft schätzungsweise 5–7 % der Bevölkerung – viele Menschen sind gar nie diagnostiziert.

Was hilft?

  • klare Fokusführung
  • wenig Ablenkung
  • stabile Layouts
  • einfache Formulare

Barrierefreiheit ist nicht nur sozial. Sie ist wirtschaftlich.

Wenn Menschen eine Website nicht verstehen, nicht bedienen oder nicht lesen können, verlieren Organisationen:

  • Kundinnen und Kunden
  • Bewerbende
  • Vertrauen
  • Conversion
  • Reichweite

Und oft merken sie es nicht einmal.

Menschen springen ab – still.

Nicht, weil sie kein Interesse hatten. Sondern weil die digitale Hürde zu hoch war.

Das wichtigste in Kürze:

2026-05-21-GAAD-V1.0Herunterladen

 
Digitale Lösungen. Einfach einfach.
 

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